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Bericht der Parteiversammlung der EVP Thurgau vom 9. September 2019

EVP Thur­gau für Häber­lin und Egger

An unse­rer Par­tei­ver­samm­lung vom 9.9.2019 im Rat­haus Kreuz­lin­gen wurde auch über den Wahl­vor­schlag für die Stän­de­rats­wah­len vom 20. Okto­ber 2019 befun­den.

33 Par­tei­mit­glie­der tra­fen sich im Rat­haus Kreuz­lin­gen zur Par­tei­ver­samm­lung. Da für ein­mal keine Abstim­mun­gen anstan­den, konnte die Zeit für Berichte und Infor­ma­tio­nen über bevor­ste­hende Wah­len und hän­gige Initia­ti­ven genutzt wer­den. Neben Infor­ma­tio­nen zu den Natio­nal­rats­wah­len vom 20. Okto­ber 2019 sowie zur kan­to­na­len Bio­di­ver­si­täts­in­itia­tive und zum aktu­el­len Stand der Bera­tun­gen in National- und Stän­de­rat über die Konzernverantwortungs­initiative wurde auch über die bevor­ste­hende Stän­de­rats­wahl bera­ten.

Wäh­rend die Kan­di­da­tur von Bri­gitte Häberli-Koller (CVP) bei den Anwe­sen­den unum­strit­ten war, barg die Nomi­na­tion für die Beset­zung des zwei­ten Stän­de­rats­sit­zes eini­ges an Zünd­stoff. Neben Jakob Stark, Regie­rungs­rat und Mit­glied der SVP, kan­di­die­ren Nina Schläfli (SP), Kurt Egger (GP) sowie Ueli Fisch (GLP) für den frei wer­den­den Stän­de­rats­sitz von Roland Eberle (SVP). Meh­rere Votan­ten äus­ser­ten sich nega­tiv zur Wer­be­kam­pa­gne der SVP. Die Thur­gauer SVP hätte sich deut­li­cher von die­ser Wer­bung dis­tan­zie­ren müs­sen, auch die Inse­rate hät­ten gestoppt wer­den müs­sen. Nach einer enga­gier­ten und kon­tro­ver­sen Dis­kus­sion sprach sich eine Mehr­heit der anwe­sen­den Par­tei­mit­glie­der dafür aus, auch für den zwei­ten Stän­de­rats­sitz einen Wahl­vor­schlag zu machen. Dies führte dann schliess­lich zur deut­li­chen Unter­stüt­zung von Kurt Egger (GP).

Als wei­te­rer Punkt auf der Tages­ord­nung stand ein offe­ner Gedan­ken­aus­tausch über die ‚Ehe für alle‘, eine 2013 von den Grün­li­be­ra­len ein­ge­reichte par­la­men­ta­ri­sche Initia­tive, die vor­aus­sicht­lich 2020 zur Bera­tung im Natio­nal­rat kommt. Aus Sicht der anwe­sen­den Par­tei­mit­glie­der ste­hen sich hier die Hal­tung der EVP, wonach die Ehe eine Gemein­schaft zwi­schen Frau und Mann ist, die nicht auf andere Ver­bin­dun­gen aus­ge­dehnt wer­den soll, und die Ein­sicht, das eine gesetz­li­che Rege­lung des fak­tisch Geleb­ten rich­tig und wich­tig ist gegen­über (z.B. Schutz und recht­li­che Absi­che­rung von Kin­dern).

Die Ver­samm­lung wurde durch Infor­ma­tio­nen aus der Jun­gen EVP, die die von der SRF Sen­dung Glanz & Glo­ria ver­an­stal­tete Polit-Stafette „Die gol­dene Jung-Helvetia“ gewon­nen hat, sowie aus dem Gros­sen Rat zur Umset­zung der Steu­er­re­form und der AHV-Finanzierung (STAF) abge­run­det. Hier hiel­ten die Ver­sam­mel­ten fest, dass die geplante Sen­kung des Gewinn­steu­er­sat­zes auf 2,5% nicht im Sinne der EVP ist. In der Ver­nehm­las­sung votierte die EVP Thur­gau für einen Steu­er­satz von 3,5%. Da der Rat auf den von der Kom­mis­sion vor­ge­schla­ge­nen Steu­er­satz von 2,5% ein­ge­tre­ten ist, wer­den die EVP und mit ihr die Grüne Par­tei sowie die SP das Behör­den­re­fe­ren­dum ergrei­fen.

 

Nina Beerli, EVP-Parteileitungsmitglied